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Darmkrebs gilt im Allgemeinen eher als eine Erkrankung des Alters. Das Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose liegt bei 65 Jahren. Der betroffene Patient hat jedoch in den allermeisten Fällen fünf bis zehn Jahre vorher gutartige Vorstufen (Polypen) im Darm, die er nicht bemerken kann.

Morbus Crohn zählt zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die nicht heilbar sind. Die Erkrankung führt in Schüben zu wiederkehrenden Beschwerden, die behandelt werden müssen, um Komplikationen zu vermeiden. In akuten Situationen sind die Betroffenen immer wieder auf die speziellen Kenntnisse eines niedergelassenen Magen-Darm-Arztes angewiesen.

Chronische Erkrankungen der Leber führen zu einem Umbau von Leber- in Bindegewebe. Die Folge ist eine Verhärtung des Organs mit fortschreitender Vernarbung und zunehmendem Funktionsverlust. Der Facharzt für Magen-, Darm- und Lebererkrankungen kann das Ausmaß und den Verlauf der Organveränderung mit einem speziellen Ultraschall-Verfahren - der Elastographie - feststellen.

Die neuesten Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über die Anzahl der im ambulanten Bereich durchgeführten Koloskopien zeigen für den Zeitraum von 2006 bis 2013 einen schwachen Anstieg von insgesamt unter fünf Prozent. Das ist deutlich weniger, als aufgrund der demographischen Entwicklung zu erwarten wäre.

Erkrankungen des Magen-Darm-Systems sind oft unangenehm, dennoch sind sie in der Regel gut behandelbar. "Aber nicht jede Erkrankung ist harmlos und nicht jede macht sofort Beschwerden", sagt Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). "Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt sind wichtig. Er erkennt, ob es ernst wird, und überweist gegebenenfalls zum niedergelassenen Magen-Darm-Arzt."

Dass Darmkrebsvorsorge spätestens ab 55 unverzichtbar ist, hat sich längst herumgesprochen. Aber wer dafür zuständig ist, ist weniger bekannt. Das hat etwas damit zu tun, dass die entsprechenden Fachärzte, die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, unter dem weithin wenig geläufigen Namen „Gastroenterologen“ auftreten. Das soll sich ändern.

Darmkrebs ist eine schleichende Erkrankung, die meist unbemerkt fortschreitet. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 50. Lebensjahr immer weiter an. "Vorsorge ist deshalb so wertvoll", sagt der Darmkrebsexperte Dr. Jens Aschenbeck vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), "weil Darmkrebs eine der wenigen Krebsarten ist, die tatsächlich verhindert werden kann."

Das international viel beachtete Projekt des Deutschen Hepatitis C-Registers wird seit November letzten Jahres unter der Ägide der Deutschen Leberstiftung in enger Kooperation mit dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) geführt. Wissenschaftlicher Leiter ist der niedergelassene Magen-Darm-Arzt Dr. Dietrich Hüppe.

Die Sensibilität für Lebensmittelunver­träglichkeiten hat deutlich zugenommen. Betroffene, die auf entsprechende Lebensmittel verzichten und sich „reizstofffrei“ ernähren, gewinnen an Lebensqualität. Doch der Anteil der Menschen, die unberechtigterweise glauben, bestimmte Inhaltsstoffe unserer Ernährung nicht zu vertragen, ist offenbar überraschend hoch.

„Die Darmspiegelung oder Koloskopie ist Goldstandard im Kampf gegen den Darmkrebs, weil sie als einziges Verfahren Vorsorge und Früherkennung auf effektive Weise verbindet“, erklärt Dr. Jens Aschenbeck, der Darmkrebsexperte vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).