Was gibt's Neues?

"Zurzeit kursieren abstruse Fake-News über angebliche Zusammenhänge zwischen Corona-Impfungen und seltenen Magen-Darm-Erkrankungen", berichtet die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Priv.-Doz. Dr. Katja Klugewitz. "An diesen Gerüchten ist nichts dran. Im Gegenteil: Die Infektion mit Corona-Viren kann Magen und Darm schädigen. Das ist ein Grund mehr, sich impfen zu lassen!"

"Alles auf einmal" ist die Devise der Politik - Kreuzimpfungen, elektronische Patientenakte und Hygienevorgaben stellen die Praxen vor große Herausforderungen.

Die Leber arbeitet still, leise und unermüdlich. Auch wenn wir ihre Tätigkeit nicht spüren: Ohne sie kann der Mensch nicht leben. Wenn sie erkrankt, geschieht dies schleichend über viele Jahre unbemerkt. Zum Zeitpunkt der Diagnose ist oft Holland in Not - dann sind die Betroffenen auf die Hilfe von niedergelassenen Magen-Darm-Ärzten angewiesen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Thomas Gebhart, hat anlässlich der Jahrestagung der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte die wichtige Bedeutung der Facharztpraxen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unterstrichen. Das habe sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie eindrücklich bestätigt. Er betonte, dass die Politik auch bei der Fortentwicklung der Strukturen im Gesundheitswesen weiterhin an der Maxime "ambulant vor stationär" festhalten werde.

"Die Corona-Krise hat die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte bei der Betreuung ihrer chronisch erkrankten Patienten vor große Herausforderungen gestellt", sagt die Sprecherin des Berufsverbandes, Dr. Dagmar Mainz. "Wir mussten schnell reagieren, weil viele unserer Patienten auf eine intensive Betreuung angewiesen sind, um in ihrem Alltag mit ihrer Erkrankung gut zurechtzukommen.

Berlin, Mai 2021 – Am 10. Juni findet der weltweite NASH-Tag statt, an dem auf die Gefahren durch die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), auch als Fettleber-Hepatitis bezeichnet,
hingewiesen wird. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS), die Deutsche Adipositas Gesellschaft e.V. (DAG), die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG), die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie e.V. (DGK), der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) und die Deutsche Leberstiftung nutzen diesen Tag zum Schulterschluss und fordern gemeinsam, die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) und die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) in die Disease-Management-Programme (DMP) für Diabetes und Adipositas aufzunehmen. Sie fordern außerdem, dass die Bekämpfung der Volkskrankheit Fettleber als Gesundheitsziel im Sozialgesetzbuch verankert wird.

Der optimale Zeitpunkt für eine einmalige Darmspiegelung zum Schutz vor den Folgen einer Darmkrebs-Erkrankung ist der 55. Geburtstag. Das ist jedenfalls die Meinung der führenden Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Männer sollten vielleicht sogar noch ein bisschen eher gehen. "Noch viel besser wäre es allerdings", so die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz, "wenn Sie zwei Darmpiegelungen im Leben einplanen. Dann ist das optimale Alter für die erste Untersuchung bei Männern der von der gesetzlichen Krankenkasse favorisierte 50., bei Frauen der 55. Geburtstag."

Die Kosten für die hygienische Aufbereitung von endoskopischen Instrumenten läuft in den Praxen der niedergelassenen Fachärzte aus dem Ruder, weil die Krankenkassen seit Jahren nicht bereit sind die anfallenden Kosten in angemessener Weise zu finanzieren. "Das kann so nicht weitergehen", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der Magen-Darm-Ärzte (bng). "Wir werden diese Situation so nicht weiter hinnehmen."

"Das schärfste Schwert, um Übertragungswege von Krankheitserregern zu unterbinden, sind konsequente Hygiene-Maßnahmen. In unseren Praxen treiben wir deshalb nicht erst seit Corona einen sehr hohen Aufwand zum Schutz unserer oft chronisch erkrankten Patienten", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng).

Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte haben den ersten Lockdown vor einem Jahr genutzt, um mit Schutzkonzepten auch unter Corona-Bedingungen einen geregelten Praxisbetrieb gewährleisten zu können. "Dies ist nur gelungen, weil wir hohen Wert auf die Qualifikation unseres medizinischen Fachpersonals legen, das in der Krise zuverlässig an unserer Seite gestanden hat", sagt die Sprecherin des Berufsverbandes (bng), Dr. Dagmar Mainz.