Was gibt's Neues?

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in den Praxen Vorschub geleistet. Videosprechstunde und elektronischer Terminkalender haben den Praxisalltag erreicht. "Das entlastet das Personal und reduziert die Patientendichte. Die Arbeitsbelastung wird damit allerdings nicht geringer", konstatiert Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng).

"Die aktuell verwendeten Impfstoffe gegen COVID-19 eigenen sich grundsätzlich auch für immunsupprimierte Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen", sagt der CED-Experte Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng).

"Patienten mit schweren oder chronischen Erkrankungen der Verdauungsorgane sind auf ihre Behandlung angewiesen", sagt Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Wer eine Therapie abbricht, riskiert eine Verschlimmerung des Krankheitsverlaufs. Wir Magen-Darm-Ärzte fahren so hohe Sicherheitsstandards in unseren Praxen, dass niemand aus Angst vor Corona auf einen Arztbesuch verzichten muss."

"Das Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge zeigt Wirkung. Das belegen die Zahlen aus den ersten neun Monaten nach der Einführung: Die Inanspruchnahme durch die Bürger nahm um ca. 25 Prozent zu", sagt Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Lassen Sie uns diesen Aufschwung in 2021 neu beleben und das Jahr zu einem Erfolg im Kampf gegen den Darmkrebs machen!"

 

Die Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs, und der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) werben dafür, notwendige Arzttermine und Vorsorgeuntersuchungen auch in der Pandemie nicht aufzuschieben. Während der ersten Erkrankungswelle der Corona-Pandemie haben viele Patientinnen und Patienten geplante Arzttermine aus Angst vor einer Infektion mit dem neuen SARS-CoV-2-Virus abgesagt; auch die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen ging merklich zurück.

Die Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs, hat die Schauspielerin Sabine Postel – bekannt aus den Fernsehsendungen "Tatort" und gerade aktuell "Die Kanzlei" – als neue Befürworterin und starke Persönlichkeit für die Motivation zur Darmkrebsvorsorge gewonnen.

Der Darmkrebs-Präventionspreis 2021, ausgelobt von der Stiftung LebensBlicke und dotiert mit 4.000 Euro von der Firma Servier (München), zeichnet kommendes Jahr nicht nur eine, sondern zwei herausragende Arbeiten im Bereich Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus.

"Ärzte und Praxispersonal stehen unter Corona-Bedingungen immer wieder vor der Herausforderung, intensive Kontakte zu Patienten bei Untersuchungen sicher zu bewältigen", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "In der Magen-Darm-Arzt-Praxis ist dies beispielsweise insbesondere bei Magenspiegelungen der Fall."

Jeden Tag erkranken in Deutschland etwa 180 Menschen neu an Darmkrebs. Selbst unter besten Versorgungsbedingungen wird ein Drittel dieser Patienten an ihrem Tumorleiden versterben. "Wir müssen aufpassen, dass ein Lockdown keine fatale Konsequenzen hat", warnt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Ein Nachlassen oder gar Aussetzen von Vorsorge-Untersuchungen würde die Sterblichkeit an Darmkrebs selbst bei zeitlicher Begrenzung deutlich ansteigen lassen."

Eine Umfrage des Deutschen Hepatits C-Registers unter den teilnehmenden Leberzentren spiegelt exemplarisch die Verunsicherung wider, die die Coronakrise bei chronisch erkrankten Menschen ausgelöst hat. Viele Leberpatienten haben anstehende Untersuchungs- und Behandlungstermine abgesagt.