Was gibt's Neues?

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hält gut ein Viertel der Befragten den Mangel an Ärzten, Personal und Pflegekräften für die größte Herausforderung im Gesundheitswesen in den kommenden Jahren. Der anstehende Generationswechsel im ambulanten Bereich verschärft die Situation zusätzlich.

"Aufklärung und Vorsorge retten Leben. Daher unterstütze ich ausdrücklich die Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs. Mit ihrem Engagement macht sie viele Menschen auf die Gefahren des Darmkrebses aufmerksam und wirbt damit, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen", so Tobias Hans.

Die Darmkrebsvorsorge hat wieder Fahrt aufgenommen und das ist gut so", erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. "Bei aller Sorge um die Ausbreitung von Corona-Viren dürfen wir nicht vergessen, dass der Darmkrebs ein weitaus größeres Übel ist, dem immer noch Tag für Tag sehr viele Menschen zum Opfer fallen! Im Unterschied zu Covid-19 haben wir das aber viel besser im Griff."

(27.07.2020) "Unter dem Eindruck von Covid-19 geraten andere, weit verbreitete und ebenfalls potenziell lebensbedrohliche Viruserkrankungen zurzeit etwas aus dem Blick", mahnt Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli 2020 äußert er sich optimistisch, dass durch Viren ausgelöste chronische Leberentzündungen immer besser medikamentös in den Griff zu bekommen sein werden.

Mehr als 7500 Mal ist das neue Video der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte angeschaut worden, seit es kurz nach Einführung der Corona-Beschränkungen auf Youtube hochgeladen worden ist. "Das zeigt, dass die Menschen trotz weit verbreiteter Unsicherheit das Interesse an der Darmkrebsvorsorge nicht verloren haben", sagt Dr. Horst Hohn, der Initiator des kleinen Filmprojekts der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Die Stiftung LebensBlicke hat mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder einen weiteren prominenten Botschafter für die Darmkrebsprävention gewinnen können. Söder hat sich die Darmkrebsvorsorge schon als Gesundheitsminister, jetzt auch als Ministerpräsident auf seine Fahnen geschrieben.

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) benötigen neben modernen Medikamenten eine qualifizierte Begleitung. Viele niedergelassene Magen-Darmärzte haben deshalb im Rahmen einer Studie (CEDBIOASSIST-Studie) begonnen, ihr Praxispersonal als CED-Fachassistenzen auszubilden.

Vorab veröffentlichte Zahlen der statistischen Erfassung von Leistungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung zeigen den Erfolg des neuen Einladungsverfahrens bei der Darmkrebsvorsorge: Die Zahl der Vorsorge-Darmspiegelungen hat nach der Einführung deutlich zugelegt.

"Eine Darmspiegelung geht nicht im Ruck-Zuck-Verfahren", warnt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). "Wenn Zeitdruck bestimmender Faktor der Untersuchung wird, sind Qualitätsabstriche unvermeidbar. Für eine endoskopische Methode, die Darmkrebs verhindern soll, ist das unverantwortbar!"

Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind auf eine adäquate Arzneimittelversorgung angewiesen, die ihnen eine weitgehend normale Teilnahme am Alltagsleben ermöglicht. Spezielle Versorgungsverträge haben bisher eine gute, den medizinischen Anforderungen genügende und zugleich kosteneffiziente Behandlung sichergestellt. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat jetzt den Nutzen dieser bewährten Vereinbarungen zwischen Ärzten und Krankenkassen in Frage gestellt.