Was gibt's Neues?

"Die Corona-Krise hat die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte bei der Betreuung ihrer chronisch erkrankten Patienten vor große Herausforderungen gestellt", sagt die Sprecherin des Berufsverbandes, Dr. Dagmar Mainz. "Wir mussten schnell reagieren, weil viele unserer Patienten auf eine intensive Betreuung angewiesen sind, um in ihrem Alltag mit ihrer Erkrankung gut zurechtzukommen.

Berlin, Mai 2021 – Am 10. Juni findet der weltweite NASH-Tag statt, an dem auf die Gefahren durch die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), auch als Fettleber-Hepatitis bezeichnet,
hingewiesen wird. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS), die Deutsche Adipositas Gesellschaft e.V. (DAG), die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG), die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie e.V. (DGK), der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) und die Deutsche Leberstiftung nutzen diesen Tag zum Schulterschluss und fordern gemeinsam, die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) und die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) in die Disease-Management-Programme (DMP) für Diabetes und Adipositas aufzunehmen. Sie fordern außerdem, dass die Bekämpfung der Volkskrankheit Fettleber als Gesundheitsziel im Sozialgesetzbuch verankert wird.

Der optimale Zeitpunkt für eine einmalige Darmspiegelung zum Schutz vor den Folgen einer Darmkrebs-Erkrankung ist der 55. Geburtstag. Das ist jedenfalls die Meinung der führenden Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Männer sollten vielleicht sogar noch ein bisschen eher gehen. "Noch viel besser wäre es allerdings", so die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz, "wenn Sie zwei Darmpiegelungen im Leben einplanen. Dann ist das optimale Alter für die erste Untersuchung bei Männern der von der gesetzlichen Krankenkasse favorisierte 50., bei Frauen der 55. Geburtstag."

Die Kosten für die hygienische Aufbereitung von endoskopischen Instrumenten läuft in den Praxen der niedergelassenen Fachärzte aus dem Ruder, weil die Krankenkassen seit Jahren nicht bereit sind die anfallenden Kosten in angemessener Weise zu finanzieren. "Das kann so nicht weitergehen", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der Magen-Darm-Ärzte (bng). "Wir werden diese Situation so nicht weiter hinnehmen."

"Das schärfste Schwert, um Übertragungswege von Krankheitserregern zu unterbinden, sind konsequente Hygiene-Maßnahmen. In unseren Praxen treiben wir deshalb nicht erst seit Corona einen sehr hohen Aufwand zum Schutz unserer oft chronisch erkrankten Patienten", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng).

Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte haben den ersten Lockdown vor einem Jahr genutzt, um mit Schutzkonzepten auch unter Corona-Bedingungen einen geregelten Praxisbetrieb gewährleisten zu können. "Dies ist nur gelungen, weil wir hohen Wert auf die Qualifikation unseres medizinischen Fachpersonals legen, das in der Krise zuverlässig an unserer Seite gestanden hat", sagt die Sprecherin des Berufsverbandes (bng), Dr. Dagmar Mainz.

Die Anzahl der Darmkrebsfälle und die Anzahl der daran verstorbenen Menschen haben in Deutschland seit Beginn des gesetzlichen Darmkrebs-Screening-Programms kontinuierlich abgenommen. Das ist zu einem großen Teil der Darmspiegelung zu verdanken, daran lassen Forscher vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg in einer aktuell veröffentlichten Datenanalyse keinen Zweifel.

Genetische Varianten von Viren können einen erheblichen Einfluss auf die Verbreitung und die Verläufe von Infektionskrankheiten haben. Das gilt nicht nur für Corona, sondern auch für virale Erkrankungen wie die Hepatitis C, die trotz großer Heilungserfolge immer noch weit verbreitet ist.

"In Arztpraxen könnten bundesweit bis zu 5 Millionen Impfdosen in der Woche gegen das COVID-19-Virus verabreicht werden", sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. "Dass dieses Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft wird, liegt nicht nur am Impfstoffmangel. Leider werden immer noch nicht alle impfbereiten Ärzte eingebunden. Das könnte besser werden. Wir Fachärzte stehen für Impfungen ebenso bereit wie unsere hausärztlichen Kollegen."

Professor Dr. Oliver G. Opitz, Leiter der Koordinierungsstelle Telemedizin BW (KTBW) der Universitätsmedizin Mannheim/Universität Heidelberg und Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke - Früherkennung Darmkrebs, rufen gemeinsam zum Handeln auf: