Was gibt's Neues?

"Darmkrebs gehört zu den bösartigen Erkrankungen, die sich über viele, viele Jahre entwickeln, ohne dass die Betroffenen davon etwas bemerken", sagt Dr. Jens Aschenbeck. "Die Statistik belegt, dass im Jahr 2018 bei knapp 30 Prozent der untersuchten Vorsorge-Patienten Adenome als potenzielle Krebsvorstufen gefunden worden sind. Daran hat sich in 2021 nichts geändert und auch für dieses Jahr ist mit ähnlichen Zahlen zu rechnen."

"Vom WHO-Ziel einer Aussrottung der Hepatitis C bis 2030 sind wir in Deutschland noch weit entfernt", sagt der Leber-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann. "Aber mit der Einführung des Scrennings im Rahmen des Leber-Check-Ups und neuen Regeln für den Therapieeinstieg sind wir auf einem guten Weg."

Die Darmkrebsvorsorge in Deutschland ist effektiv. Die Zahl der Neuerkrankungen und der fortgeschrittenen Verläufe sinkt kontinuierlich seit zwanzig Jahren. Aber dieser Erfolg der Vorsorge ist ungleich verteilt. Sozial und finanziell gut gestellte Bürger erkranken seltener, werden im Fall einer Darmkrebserkrankung früher diagnostiziert und leben länger.

„Anhaltende Unterbauchschmerzen, insbesondere wenn sie mit Blähungen und Verstopfungen einhergehen, sind ein zwingender Grund, sich beim Hausarzt vorzustellen“, erklärt Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. Der Hausarzt kann am besten beurteilen, ob eine genauere Untersuchung erforderlich ist. Er überweist zum Magen-Darm-Arzt, der die Diagnose stellt und individuell über geeignete Maßnahmen berät. Nur in schweren akuten Fällen führt der Weg direkt ins Krankenhaus.

 

Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) begrüßt den Vorstoß der Landesgesundheitsministerkonferenz, die Wertschätzung für das Engagement der Medizinischen Fachangestellten in Arztpraxen durch eine Sondervergütung anzuerkennen.

Die ersten Regierungsbezirke haben aufgrund der Corona-Situation Kliniken verboten, planbare Behandlungen und Operationen durchzuführen. Die Bundeswehr soll in den Krankenhäusern aushelfen. "Damit wird auch das Angebot für Untersuchungen bei Magen-Darm-Erkrankungen knapp", stellt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte fest. "Wir niedergelassenen Fachärzte sind gewappnet, in dieser Ausnahmesituation den akut bestehenden Bedarf in unseren Praxen zu versorgen."

Anlässlich des Deutschen Lebertages am 20. November 2021 weist der Leber-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann, darauf hin, dass seit Dezember letzten Jahres Patientendaten zur nicht-alkoholischen Fettleber-Erkrankung im nationalen NAFLD-Register dokumentiert werden. Mit der flächendeckenden Erhebung soll zunächst der Krankheitsverlauf dieser immer weiter um sich greifenden, oft erst spät bemerkten Leberschädigung erfasst werden. In einer zweiten Stufe der Erhebung sollen dann die zurzeit noch ausstehenden medikamentösen Therapien bewertet werden.

(8.11.2021) "Vor zwei Jahren hat der Gesetzgeber die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte beauftragt, eine neu überarbeitete Liste aller ambulant erbringbaren und stationsersetzenden Untersuchungen und Behandlungen aufzustellen, die ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden können", sagt Dr. Albert Beyer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Die dort verzeichneten Leistungen sollen dann von Kliniken und Praxen unter einheitlichen Bedingungen angeboten werden. Von einer Umsetzung sind wir allerdings immer immer noch weit entfernt."

 

Mit dem ihrem 18. Geburtstag entfällt für chronisch erkrankte Jugendliche die Betreuung durch Kinder- und Jugendärzte. Sie müssen einen Wechsel in die Erwachsenenmedizin vollziehen, der oft schwer fällt, weil ein koordinierter Übergang bisher nur regional etabliert ist.

(25.10.21) "Die Felix Burda Stiftung ist der Beweis, dass Vorsorge eine Chance hat, wenn man die Menschen unablässig daran erinnert, dass sie ihr Schicksal selbst in der Hand haben", sagt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). "Wir gratulieren Dr. Christa Maar und ihren Mitstreitern, die durch ihr ungebrochenes Engagement dazu beigetragen haben, Hunderttausende vor dem Schicksal einer Darmkrebserkrankung zu bewahren oder sie davon zu heilen."