Wenn es eng wird

Magen-Darm-Ärzte sind vorbereitet

„Die niedergelassenen Fachärzte sind in der Lage, einzuspringen, wenn Kliniken im Zuge der Corona-Infektion überlastet werden“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Albert Beyer. „Trotz aller erforderlichen Einschränkungen tun wir darüber hinaus selbstverständlich alles, um die Betreuung unserer Patienten aufrecht zu erhalten.“

Als fachärztlich spezialisierte Internisten mit breiter und auch intensivmedizinischer Ausbildung sind Magen-Darm-Ärzte für den Umgang mit Infektionskrankheiten ausgebildet. Hohe Hygienestandards sorgen im Praxisalltag dafür, die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. „Insofern sind wir gut aufgestellt, soweit es medizinisch erforderlich ist, Notfälle aber auch chronisch Erkrankte zu versorgen“, sagt Dr. Beyer. „Das gilt insbesondere für unsere Patienten mit chronisch entzündlichen Darm- oder Lebererkrankungen sowie für unsere onkologischen Patienten - sie können sich auf uns verlassen. Vor allem ältere Mitmenschen sind besser in der ambulanten Versorgung als im Krankenhaus aufgehoben.“

Die Praxen haben auf Notfallversorgung umgestellt und Schutzmaßnahmen für Ihr Personal und ihre Patienten eingeführt. Patienten werden vorsortiert und ihrem Infektionsstatus entsprechend behandelt. Entzerrung von Wartezeiten, Einschränkung von Begleitpersonen und Abstands- und Verhaltensregeln für Patienten sorgen für die größtmögliche Sicherheit beim Besuch einer Praxis. Planbare Untersuchungen müssen verschoben werden. Zurzeit können nur unbedingt erforderliche Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden.

„In der schwierigen Situation müssen wir alle zusammenhalten“, betont Dr. Beyer. „Wo immer wir es können, werden wir Kliniken, deren Kapazitäten erschöpft sind, unterstützen und entlasten.“

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