Nationale Dekade gegen Krebs

Darmkrebs kann verhindert werden!

Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte haben sich der Initiative "Nationale Dekade gegen Krebs" angeschlossen. "Als primäre Ansprechpartner in der Darmkrebs-Vorsorge wollen wir mit unseren Erfahrungen aus der Praxis einen Beitrag dazu leisten, dass künftig möglichst viele Krebsneuerkrankungen verhindert werden und Betroffene ein besseres Leben führen können", erklärt der Berufsverbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer.

Die Zahlen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des federführenden Initiators der Initiative, sprechen deutliche Worte. Ein Vergleich der Darmkrebs-Erkrankungsraten von 2002 und 2014 zeigt einerseits den Erfolg der bisherigen Bemühungen: Die Zahl der Neuerkrankten ist bei den über 50-Jährigen von 61.741 auf 57.583 gesunken. Andererseits zeigt der Vergleich dass noch viel zu tun übrig bleibt: Denn die Zahl der Neuerkrankten bei den 25- bis 49-Jährigen ist von 2.954 auf 3.269 gestiegen.

"Die Vorsorge mittels Darmspiegelung hat den erfreulichen Rückgang der Neuerkrankungen bei der älteren Bevölkerung im Rahmen des nationalen Screening-Programms ermöglicht", erläutert Dr. Beyer. "Das bestärkt uns darin, diesen Weg der Verhinderung von Darmkrebs entschieden weiter zu gehen. Wir erkennen aber auch, dass es Personengruppen gibt, die von den bisher vorgesehenen Vorsorge-Angeboten nicht erfasst werden."

Für den Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) wird es im Rahmen der "Nationalen Dekade gegen den Krebs" nicht nur darum gehen, das Augenmerk auf die jüngere Bevölkerung und deren Erkrankungsrisiko zu richten. "Darüber hinaus ist es unser vordringliches Anliegen", so Dr. Beyer, "Angehörige von Erkrankten über ihr erhöhtes Risiko zu informieren und auch für sie geeignete Vorsorge-Untersuchungen zugänglich zu machen."

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