Magen-Darm-Ärzte-Tagung in München

Vorstand im Amt bestätigt

Zum 20. Mal trafen die niedergelassen Magen-Darm-Ärzte aus allen Teilen Deutschlands zusammen, um sich in eigener Regie auf den neusten Kenntnisstand ihres Faches zu bringen und gemeinsame Strategien für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Versorgung von Patienten mit Verdauungskrankheiten auszuloten. Im Rahmen der Jahrestagung haben die Mitglieder des Berufsverbandes darüber hinaus mit großer Einmütigkeit ihren Vorstand im Amt bestätigt.

Ein prägendes Thema der mehrtägigen Veranstaltung war die Sorge über die zu erwartende Verschärfung der Versorgungssituation von chronisch erkrankten Patienten im ambulanten Bereich. Eine veränderte Demographie, die damit einhergehende Zunahme von chronischen Darm- und Lebererkrankungen sowie eine politisch herbeigeführte Verknappung stationärer Kapazitäten wird zu einem steigenden Bedarf für die Behandlung in den Praxen der Magen-Darm-Ärzte führen. Gleichzeitig steht in der Berufsgruppe ein umfassender Generationswechsel bevor, für den zu wenig Nachwuchs zur Verfügung steht. Junge Mediziner haben aufgrund der politisch vorgegebenen unattraktiven Rahmenbedingungen immer weniger Interesse, sich als Fachärzte in eigener Praxis niederzulassen.

Um dieser bedenklichen Entwicklung gegenzusteuern, beschäftigten sich die versammelten Magen-Darm-Ärzte mit Gegenstrategien im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Im Fokus standen dabei Kooperationsformen, die niederlassungswilligen Kolleginnen und Kollegen den Einstieg erleichtern und die veränderten Lebensentwürfe der nachwachsenden Generation berücksichtigen. Ausführlich informierten sie sich über die aggressiven Bestrebungen von privaten Investitoren wie Geräteherstellern und Krankenhausgesellschaften, frei werdende Praxen aufzukaufen und auf zweckfremde Weise für eigene, rein wirtschaftliche Interessen zu instrumentalisieren.

Der im Amt bestätigte Vorstand - Dr. Albert Beyer, Dr. Franz Josef Heil, Dr. Dagmar Mainz und Dr. Ulrich Tappe - sieht eine vordringliche Aufgabe darin, den Herausforderungen, die in der ambulanten Versorgung auf die Magen-Darm-Ärzte zukommen, mit Entschlossenheit entgegenzutreten und mit offensiver Bewerbung und Förderung nachwachsender Kolleginnen und Kollegen eine drohende Verschlechterung der ambulanten gastroenterologischen Versorgung in Deutschland zu verhindern.

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