Einladung frei Haus

Auftrieb für den Kampf gegen den Darmkrebs

"Lange haben wir warten müssen, jetzt ist es endlich soweit." Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) ist erleichtert. "Mit der Darmspiegelung haben wir ein Instrument in der Hand, um Darmkrebs zu verhindern", sagt sie, "Dieser Tage beginnen die Krankenkassen, die anspruchsberechtigten Bürger schriftlich zur Vorsorge-Untersuchung einzuladen. Wir erhoffen uns davon, dass die Menschen die Chance, die damit verbunden ist, deutlich stärker nutzen."

Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte haben in der Vergangenheit immer wieder in Pilotprojekten dokumentieren können, dass die Teilnahmeraten steigen, wenn die Menschen direkt angesprochen und auf die Vorteile der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung hingewiesen werden. Im Zuge einer Darmspiegelung werden mögliche Krebsvorstufen gesucht und gegebenenfalls sofort entfernt. Sollte bereits ein Darmkrebs vorliegen, bestehen sehr gute Heilungschancen, wenn er rechtzeitig diagnostiziert werden kann.

"Sehr zu begrüßen ist darüber hinaus, dass Männer jetzt schon ab 50 Jahren einen Anspruch auf die Darmuntersuchung haben", betont Dr. Mainz. "Wir wissen, dass das Erkrankungsrisiko bereits ab diesem Alter ansteigt. Je früher die Versicherten zur Darmspiegelung kommen, desto besser!"

Die Vorsorge ist den Menschen ganz besonders dann ans Herz zu legen, wenn in ihrer engen Verwandtschaft bereits Darmkrebsfälle aufgetreten sind. "Jeder hat es selbst in der Hand, sich vor Darmkrebs zu schützen. "Wir können nur an alle appellieren: Nutzen Sie Ihre Chance", sagt Dr. Mainz.

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