Darmkrebsvorsorge geht ohne Impfung

Aber auch Arztpraxen haben Schutzbedarf

Vor dem Hintergrund von Diskussionen über mögliche Beschränkungen beim Zugang zur Darmkrebsvorsorge stellen die Stiftung LebensBlicke und der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte klar, dass eine Covid-Impfung keine Voraussetzung für eine Vorsorge-Darmspiegelung ist.

"Wir als Stiftung lehnen es ab, nicht geimpften Menschen die Vorsorge zu verweigern und als Eintritt 2G zu fordern", erklärt der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Prof. Dr. Jürgen Riemann. "Als niedergelassene Ärzte sehen wir uns aber auch in der Pflicht, den Praxisbetrieb sicherzustellen und Infektionsrisiken für unser Personal und unsere hilfesuchenden Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auszuschließen", ergänzt der Berufsverbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer.

Die Darmkrebsvorsorge ist kein Notfall, sondern eine geplante Untersuchung. Sie unterliegt den behördlichen Vorgaben und die Praxen sind angehalten, die Vorlage eines nach Testrichtlinie gültigen Tests zu verlangen. "Wir können und wollen niemandem, der in unsere Praxis kommt, eine Impfung vorschreiben", betont Dr. Beyer. "Aber vor allem unter dem Eindruck der vordringenden Deltawelle apellieren wir an die Einsicht der Patienten und Patientinnen, dass es im Interesse und zur Sicherheit aller Beteiligten das Beste ist, sich vor planbaren Untersuchungen gegen Corona impfen zu lassen!"

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