Häufig gestellte Fragen zur Darmkrebs­vorsorge

Fragen zu Alternativen zur Darmspiegelung

 

Gibt es eine echte und aussagefähige Alternative zur herkömmlichen Darmspiegelung?

Verfügbar ist aktuell die Kolonkapsel. Die Ergebnisse sind aber nicht so gut wie die Ergebnisse der konventionellen Spiegelung. Die Kapsel hat den Nachteil, dass der Darm noch besser vorbereitet sein muss. Sollte mit der Kapselendoskopie ein Polyp entdeckt werden, muss im Anschluss eine Darmspiegelung erfolgen, um diesen zu entfernen. Dies kann bei der Darmspiegelung gleich in ein und derselben Untersuchung durchgeführt werden.

 

Sind Stuhl-Untersuchungen eine gute Alternative zur Darmspiegelung?

Es gibt Verbesserungen bei den immunologischen Stuhltests, die aber nur etwas entdecken, wenn es gerade blutet. Das heißt, dass Vorstufen für Dickdarmkrebs oder Dickdarmkrebs, der gerade nicht blutet, der Untersuchung entgeht. Auf der anderen Seite können Zahnfleischbluten oder andere Blutungsquellen den Test positiv machen. Damit sind diese Verfahren derzeit keine Alternative zur Darmspiegelung.

 

Sind genetische Untersuchungen eine gute Alternative zur Darmspiegelung?

Genetische Tests sind Gegenstand der Forschung. Sinnvolle Verfahren sind sie aber derzeit nicht.

 

Was halten Sie von dem Selbsttest M2-PK, den man vom Arzt oder Institut prüfen lassen kann?

Der Test hat Schwächen in der Genauigkeit. Er wird daher als einziger Test der verfügbaren Tests von den derzeitigen Leitlinien der Deutschen Fachgesellschaft für Verdauungskrankheiten (DGVS) nicht empfohlen.

 

Gibt es außer der Darmspiegelung andere Untersuchungsmethoden, bei denen keine Darmreinigung nötig ist?

Das einzige Verfahren, für das man keine Darmentleerung benötigt, ist der Stuhltest. Doch dieser ist im Ergebnis wesentlich ungenauer. Andere Verfahren wie Computertomografie und die Kolonkapsel benötigen noch intensivere Vorbereitung als die Spiegelung und sind ebenfalls im Ergebnis weniger genau. Die Darmspiegelung ist nach wie vor der Goldstandard unter den Verfahren.