Speiseröhrenkrebs

Speiseröhrenkrebs ist eine eher seltene, aber bösartige Tumorerkrankung im Bereich der Speiseröhre. Im Frühstadium wird die Krankheit meist nicht bemerkt, in fortgeschrittenem Stadium macht sie sich vor allem durch Schluckbeschwerden bemerkbar. Männer sind etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen. Pro Jahr gibt es etwa fünf bis sechs Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner. Risikofaktoren für diesen Krebs sind Alkohol, Rauchen sowie eine unbehandelte Reflux-Krankheit.

Krankheitsbild und Behandlung

Es gibt verschiedene Formen von Tumoren in der Speiseröhre. Allen gemeinsam ist eine schlechte Prognose mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von zehn bis 30 Prozent. Festgestellt wird die Erkrankung mit einer Magenspiegelung (Gastroskopie) im Bereich der Speiseröhre, bei der Gewebeproben für die Laboruntersuchung entnommen werden. Eine Röntgenkontrastaufnahme zeigt Umfang und Ausdehnung des Tumors.

Ziel der Behandlung ist im Frühstadium die operative Entfernung des krebsbefallenen Speiseröhrenabschnitts. Eine Strahlentherapie vor und/oder nach der Operation kann angezeigt sein. Im fortgeschrittenen Stadium dient die Strahlentherapie gegebenenfalls in Kombination mit einer Chemotherapie dazu, die Lebensqualität soweit wie möglich zu verbessern. Symptomatische Beschwerden durch Verengungen der Speiseröhre können durch Stent-Einlage behandelt werden. Metastasierung erfordert schmerztherapeutische Maßnahmen.

Nach einer erfolgreichen Entfernung des Tumors übernimmt der Gastroenterologe die Kontrolle auf erneuten Krebsbefall. Er kümmert sich auch um die symptomatische Behandlung und die schmerztherapeutische Betreuung.