13C-Atemtest

Mit dem 13C-Harnstoff-Atemtest wird eine Besiedelung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachgewiesen. Er wird in der Diagnostik von Magenerkrankungen, zur Vorsorge von Magenkrebs oder zur Kontrolle nach einer Eradikationstherapie angeboten. Der Test ist äußerst spezifisch und sehr empfindlich. Er nutzt die für das Bakterium typische Zersetzung von Harnstoff, bei der Kohlendioxid entsteht, das in der Ausatemluft nachgewiesen wird.

Vor Durchführung des Tests muss der Patient mindestens vier Stunden nüchtern sein. Für die eigentliche Messung muss er ein Glas Apfel- oder Orangensaft mit 13C-Harnstoff trinken.

13C ist eine natürlich vorkommende, nicht radioaktive und deshalb ungefährliche Form des Kohlenstoffs, die zur Markierung in den Harnstoff eingebaut wird. Bei der Zersetzung durch Helicobacter-Bakterien im Magen entsteht 13C-markiertes Kohlendioxidgas, das in der Ausatemluft gemessen wird. Der Test dauert ca. 30 Minuten. Die Auswertung erfolgt im Labor, das Ergebnis liefert in der Regel einen eindeutigen Befund.

Die Behandlung einer Mageninfektion mit Helicobacter pylori (Eradikation) hat eine Versagerquote von ca. 10 Prozent. Der 13C-Atemtest wird bevorzugt zur Erfolgskontrolle angewandt, da sich so meist eine erneute Magenspiegelung vermeiden lässt. Zur Erstdiagnose ist diese jedoch unbedingt zu empfehlen. Bei Kindern bis 14 Jahre kann der Test auch als Erstuntersuchung eingesetzt werden.