Reflux-Krankheit

Für die Beeinträchtigung der Lebensqualität ist es nicht entscheidend, ob die Reflux-Krankheit mit manifesten Schädigungen der Speiseröhre einhergeht. Bei rund 60 Prozent der Betroffenen liegen solche Schäden nicht vor. Das Ziel der medikamentösen Therapie ist die Beseitigung der Beschwerden und - falls vorhanden - ein Abheilen von Schädigungen der Speiseröhre.

Behandlung

Dem Arzt stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, deren Eignung von der individuellen Situation abhängt. Empfohlen wird zunächst eine Akuttherapie mit so genannten Protonenpumpenhemmern, die in den meisten Fällen in ein bis drei Tagen zu einer Verbesserung führt. Das Abheilen von Schädigungen der Speiseröhre dauert etwa vier bis acht Wochen.

Die langfristige Therapie richtet sich nach Art und Schwere der Beschwerden und kann von der Medikamenteneinnahme nach Bedarf bis hin zur regelmäßigen Medikation reichen.

Die Erkrankungsursache wird durch die Therapie nicht beseitigt, deshalb ist im Allgemeinen eine Dauertherapie erforderlich. Das Absetzen der Medikamente führt in den meisten Fällen zu erneuten Beschwerden. Ein spontanes Verschwinden der Reflux-Problematik ist selten.