Helicobacter pylori

Helicobacter pylori ist ein für die meisten Träger ein harmloser Bewohner der Magenschleimhaut. Über die Verbreitung in der Bevölkerung gibt es unterschiedliche Angaben, die Übertragung erfolgt offenbar in jungen Jahren auf unbekanntem Weg. Andererseits beherbergt die überwiegende Anzahl der Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür diesen Keim im Verdauungstrakt. Helicobacter wird für diese Ulkus-Erkrankungen verantwortlich gemacht und erhöht so indirekt das Magenkrebsrisiko.

Krankheitsbild und Behandlung

Für den Nachweis stehen hauptsächlich zwei Methoden zur Verfügung. Mit dem Urease-Schnelltest wird eine spezifische Reaktion der Bakterien in Gewebeproben nachgewiesen, die im Zuge einer Magenspiegelung entnommen werden. Beim 13C-Atemtest trinkt der Patient eine Lösung, die Harnstoff mit markierten Kohlenstoffatomen enthält. Der Harnstoff wird im Magen von den Bakterien zu Kohlendioxid umgesetzt, das dann in der Atemluft nachgewiesen werden kann. Der 13C-Atemtest ist derzeit nur zur Kontrolle einer Behandlung (Eradikation) oder bei Kindern zugelassen.

Eine Eradikationstherapie, bei der die Bakterien mit einer Kombination aus Antibiotika und einem säurereduzierenden Medikament (Protonenpumpenhemmer) abgetötet werden, steht bei Ulkus-Krankheit, Magenkrebs und bestimmten anderen Erkrankungen an. Sie ist auch für enge Verwandte von Magenkrebspatienten oder auf Patientenwunsch hin möglich. Fragen Sie Ihren Gastroenterologen, der Sie gerne berät.