Barrett-Oesophagus

Immer wiederkehrende Schübe mit vermehrtem Reflux und Sodbrennen können zur Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut und zu Geschwüren führen. Die betroffenen Schleimhautbereiche können mehrere Zentimeter groß werden. Dabei kann vernarbendes Gewebe eine Verengung der Speiseröhre herbeiführen. Jahrelange Säurebelastung bewirkt schließlich eine Umwandlung der Schleimhaut in eine für den Dünndarm typische Form. Dieser sogenannte Barrett-Oesophagus ist der wichtigste Risikofaktor für einen bestimmten Typ von Speiseröhrenkrebs, der weltweit auf dem Vormarsch ist.

Symptome

Die krankhaft veränderte Barrett-Schleimhaut ist an sich symptomfrei. Die Patienten leiden allerdings in der Regel unter einer bereits zuvor bestehenden Reflux-Erkrankung mit den entsprechenden Symptomen.

Diagnostik und Behandlung

Der Barrett-Oesophagus wird mit Hilfe der Magenspiegelung (Gastroskopie) diagnostiziert. Der niedergelassene Magen-Darm-Arzt erkennt den Umbau der Schleimhaut an einer lachsroten Färbung, die vom Mageneingang bis weit hinauf in die Speiseröhre reichen kann. Gewissheit bringt die Entnahme und Untersuchung einer Gewebeprobe. Zudem können narbige Veränderungen und Geschwüre als Komplikationen vorliegen.

Die Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut kann nicht rückgängig gemacht werden. Die Dauertherapie mit säurehemmenden Medikamenten soll ein Fortschreiten verhindern und dem Risiko einer bösartigen Entartung entgegenwirken. Aus diesem Grund sollten sich Patienten mit Barrett-Oesophagus regelmäßigen endoskopischen Kontrollen unterziehen, bei denen Gewebeproben entnommen werden, um Vorstufen des Speiseröhrenkarzinoms rechtzeitig entdecken und endoskopisch oder operativ entfernen zu können.