Hepatitis

Die Behandlung einer Hepatitis richtet sich nach deren Ursache und Schwere. Oft muss der Arzt nicht eingreifen und kann sich darauf beschränken, Symptome zu lindern sowie den Krankheitsverlauf zu beobachten und unter Kontrolle zu halten. Die Abklärung durch den Gastroenterologen ist wichtig, damit die Ursachen, wenn nötig, abgestellt bzw. gezielt und rechtzeitig durch eine medikamentöse Therapie angegangen werden können.

Behandlung

Wenn Alkohol, Medikamente oder Chemikalien für die Hepatitis eine Rolle spielen, gilt es diese Ursachen zu erkennen und abzustellen. Das kann einen Alkoholentzug bedeuten oder das Absetzen bestimmter Medikamente bzw. das Vermeiden bestimmter Substanzen. Weitere therapeutische Maßnahmen sind oft nicht notwendig.

Virale Infektionen erfordern Bettruhe und Schonung sowie Alkoholverzicht. Weitergehende Maßnahmen hängen von der Virus-Art und der individuellen Situation ab. Bei akuter Hepatitis C ist eine Interferon- Monotherapie über sechs Monate angezeigt, bei chronischem Verlauf eine längerfristige antivirale Kombinationstherapie. Bei Hepatitis B reicht oft die symptomatische Behandlung, bei chronischem Verlauf werden antivirale Medikamente gegeben.

Autoimmune Leberentzündungen erfordern eine immunsuppressive Therapie. Leberentzündungen, die auf Stoffwechselerkrankungen zurückgehen, müssen krankheitsspezifisch behandelt werden, z.B. durch Aderlässe bei Hämochromatose.

Zur Vermeidung möglicher schwerwiegender Leberschädigungen sollte jede Hepatitis unter ärztlicher Kontrolle stehen. Der Gastroenterologe und Hepatologe ist der Spezialist für die Lebererkrankungen.