Ernährungsberatung

Ernährungsmediziner, Diplom-Ökotrophologen und Diätassistenten verfügen über umfassende Aus-, Fort- und Weiterbildungen, die sie zu einer qualifizierten und sachlich begründeten Ernährungsberatung befähigen. Wer Beschwerden mit seiner Verdauung hat, sollte sich immer gut überlegen, welcher Quelle er sein Vertrauen schenkt. Ernährungspräparate und Nahrungsergänzungen sind für eine gesunde Ernährung normalerweise nicht erforderlich, es sei denn der Arzt hat einen Mangel festgestellt und eine entsprechende Verordnung vorgenommen. Diese Präparate können manchmal durch eine ungünstige Zusammensetzung Beschwerden sogar verschlimmern und sollten in Absprache mit einem qualifizierten Therapeuten eingesetzt werden.

Ernährungstherapie ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung, die der Arzt auf Privatrezept verordnen kann. Bei ärztlicher Verordnung unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen je nach Versicherer anteilig bis zu fünf Ernährungstherapie-Einheiten. Der Patient erhält einen Kostenvoranschlag, den er mit dem Verordnungsnachweis bei seiner Krankenkasse einreicht. Mit einer Abtretungserklärung kann der Ernährungstherapeut dann direkt mit der Kasse abrechnen. Der Ernährungstherapeut muss seine Qualifikation durch Zertifizierung bei einer von fünf Fachgesellschaften (VDOE, VDD, QUETHEB, DGE, VFED) nachweisen. Er muss sich alle drei Jahre rezertifizieren und sich regelmäßig fortbilden. Dadurch sind die Beratungen in der Regel auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand, neutral und produktunabhängig. Adressen für qualifizierte Ernährungsberater finden Sie im Expertenpool der o.g. Verbände.


Wir danken Frau Lisa Linder aus Lüdinghausen (Dipl. Oecotrophologin/ Ernährungsberaterin VDOE und Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB) für die zahlreichen Anregungen und kritische Durchsicht zu diesem Beitrag.