Reizdarm

Der Reizdarm zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen, für die trotz oft ausgeprägter Beschwerden keine organischen Veränderungen feststellbar sind. Die Ursachen sind vielfältig und haben einen variablen Einfluss auf die individuelle Symptomatik. Wichtige Faktoren sind vorausgehende Darminfektionen, Stress, falsche oder einseitige Ernährung und psychische Ursachen. Meist geht die Erkrankung mit erhöhter Schmerzempfindlichkeit und gestörter Darmtätigkeit einher.

Ursachen

Eine möglicherweise veranlagungsbedingte Überempfindlichkeit im Bauchraum gilt als einziges übereinstimmendes Merkmal der Erkrankung. Dennoch besteht unter den Experten Einigkeit darüber, dass die Ursachen im Allgemeinen nicht auf den Darm allein beschränkt sind, sondern auch in anderen Bereichen des Magen-Darm-Traktes zu suchen sind.

Bei einigen Patienten kann das Reizdarmsyndrom durch eine frühere Darminfektion ausgelöst worden sein. Diese Patienten entwickeln die typischen Symptome im Anschluss an eine Infektion, selbst wenn die Krankheitserreger nicht mehr nachweisbar sind. Eine Darminfektion ist eine mögliche, aber keine notwendige Ursache. Sie führt nicht zwangsläufig zum Reizdarmsyndrom.

Die Ernährung kann Einfluss auf die Symptome der Reizdarm- Erkrankung haben. Warum dies so ist, lässt sich zurzeit nicht sagen. Stress bedingt durch Alltagsbelastung oder Lebensereignisse kann die Reizdarmbeschwerden auslösen oder verschlimmern. Auch psychischen Begleiterkrankungen wie Depression oder Angststörungen wird ein möglicher Einfluss zugesprochen.