Reizdarm

Der niedergelassene Magen-Darm-Arzt stellt die Diagnose Reizdarm aufgrund der typischerweise auftretenden Beschwerden. Die Strategie der Diagnostik besteht im Kern in der Abgrenzung gegenüber möglichen anderen Erkrankungen. Dabei kommen nur solche Maßnahmen zum Einsatz, die für diese Abklärung im individuellen Fall unverzichtbar sind.

Diagnose

Das Patientengespräch, in dem der Arzt gezielt die Beschwerden des Patienten abfragt, ist zunächst die wichtigste Grundlage für eine sichere Feststellung der Erkrankung. Unklare, oft krampfartige Schmerzen im Unterleib, die mal mehr, mal weniger stark auftreten, sind der deutlichste Hinweis auf ein Reizdarmsyndrom.

Der Patient wird einer Grunduntersuchung unterzogen, die der Facharzt je nach individueller Situation und Beschwerdelage durch weiterführende Diagnosemethoden ergänzt. Häufig wird eine Ultraschalluntersuchung angezeigt sein, eine Darmspiegelung wird empfohlen. Frauen sollten sich zudem auch dem Frauenarzt vorstellen.

Wichtige Hinweise erhält der Arzt, wenn der Patient ein Ernährungs- und Stuhltagebuch führt. Bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann eine ausschließende Diagnostik angeboten werden. Stress oder andere psychische Beeinträchtigungen müssen hinterfragt und gegebenenfalls durch weitere Verfahren genauer eingegrenzt werden.