Darmkrebs

Diagnostische Methoden wie das Austasten des Enddarms und die Untersuchung auf Blut im Stuhl ergeben im Rahmen der Früherkennung erste Hinweise auf die Erkrankung. Mit der Darmspiegelung werden die Darmschleimhäute inspiziert. Dabei können Polypen, die oft Vorstufen des Darmkrebs sind, entfernt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch die Entnahme von Gewebeproben die Diagnose Darmkrebs abzusichern.

Diagnostik

Wenn der Gastroenterologe den hinteren Teil des Darms mit dem Finger abtastet, kann er dort knotige Veränderungen auf der sonst glatten Schleimhaut fühlen. Auf diese Weise können etwa zehn Prozent der Tumoren erkannt werden.

Der Hämoccult-Test dient dem Nachweis von nicht sichtbarem Blut im Stuhl. Der Patient erhält vom Arzt drei Teststreifen, auf die er zu Hause kleine Proben aus Stuhlgängen von drei aufeinander folgenden Tagen aufträgt. Die Stuhlproben werden in der Praxis des Hausarztes ausgewertet.

Blut im Stuhl muss keineswegs bedeuten, dass ein bösartiger Tumor vorhanden ist. In neun von zehn Fällen liegen andere, ebenfalls behandlungsbedürftige Ursachen wie Polypen, Hämorrhoiden oder Darmentzündungen vor. Mit dem Hämoccult-Test kann ein Tumor natürlich nur dann nachgewiesen werden, wenn er blutet. Das Testergebnis kann einen Tumor also nicht mit Sicherheit ausschließen.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist das beste Verfahren zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs. Mit dem Endoskop kann der Gastroenterologe alle Veränderungen der Darmschleimhaut feststellen und darüber hinaus zum Beispiel mögliche Krebsvorstufen oder möglicherweise einmal gefährlich werdende Polypen mit entsprechend kleinen Instrumenten gleich entfernen.

Gewebeproben, die bei der Darmspiegelung entnommen werden, kommen ins pathologische Institut und werden auf Krebszellen untersucht. Bei positivem Befund folgen weitere Untersuchungen, um das Tumorstadium und seine Ausbreitung genau zu bestimmen.