Erblicher Darmkrebs

Erblicher Darmkrebs ist mehr als nur eine familiäre Vorbelastung. Hier ist ein genetischer Defekt nachweisbar, der das Risiko einer Erkrankung teils um ein Vielfaches erhöht. Sollte in Ihrer Verwandtschaft erblicher Darmkrebs vorliegen, sind besonders engmaschige und teils auch recht umfassende Vorsorgemaßnahmen nötig, um Ihr persönliches Erkrankungsrisiko zu minimieren.

Diagnose durch eine Familienuntersuchung

In solchen Fällen arbeiten die Magen-Darm-Fachärzte auch mit Kompetenzzentren zusammen, etwa humangenetischen Beratungsstellen. Sie ermitteln ein spezifisches Risikoprofil für jede einzelne Familie. So haben Sie die Sicherheit, eine wirklich maßgeschneiderte Vorsorge zu erhalten.

Regelmäßige, erweiterte Vorsorge ab dem 25. Lebensjahr

Der häufigste erbliche Darmkrebs (genannt „HNPCC“) erfordert eine gewissenhafte Vorsorge bereits ab dem 25. Lebensjahr, und dies in jährlichen Abständen. Hier gehören neben der Koloskopie auch ein Ultraschall des Bauchraumes und eine Urinuntersuchung zum Standardprogramm Ihrer jährlichen Vorsorge. Bei Frauen ist zudem ein gynäkologischer Check angezeigt. Sollte es Fälle von Magenkrebs in der Familie geben, kommt zudem eine Magenspiegelung in Betracht.

Die präzise Diagnose kann nur durch einen ausgewiesenen Magen-Darm-Facharzt vorgenommen werden, ebenso die Vorsorgemaßnahmen, die im Einzelfall angezeigt sind.