Monat der gesunden Verdauung

Darmgesundheit ist keine Selbstverständlichkeit

Der europäische Dachverband der Gastroenterologen (ueg) hat einen Aktionsmonat ausgerufen, in dem die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vor allem auf die Versorgung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gelenkt werden soll. "Die Probleme der Betroffenen sind zwar bekannt, werden aber dennoch oft unterschätzt", sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz.

CED-Erkrankungen sind nicht heilbar, aber meist können sie so in Schach gehalten werden, dass die betroffenen Patienten ein weitgehend normales und über weite Strecken beschwerdearmes Alltagsleben ermöglicht werden kann. Mit den neu eingeführten Biosimilars sind eine Art Generika für die biopharmazeutisch hergestellte Medikamente verfügbar geworden, die eine effektive und preisgünstigere medizinische Betreuung der Patienten ermöglichen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung war es dem Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) erstmals seit vielen Jahren wieder möglich, mit den Kostenträgern direkte Gespräche über verbesserte Versorgungsstrukturen zu führen.

"So konnten erste Verträge im Ersatzkassenbereich geschlossen werden, die gemeinsame Ziele definieren und versuchen, diese im Rahmen einer optimierten Betreuung und Behandlung der Patienten umzusetzen", erklärt Dr. Mainz. "Dadurch werden auch Ressourcen frei gesetzt, die dann dem Gesamtbereich der CED-Therapie wieder zugutekommen können."

Um den Patienten den Weg in eine adäquate Versorgung zu erleichtern, hat der Berufsverband eine Zertifizierung zur "CED-Schwerpunktpraxis im bng" eingeführt, die Praxen erwerben können, wenn sie nachweislich bestimmten Qualitätsanforderungen genügen. Über 200 solcher CED-Schwerpunktpraxen gibt es in Deutschland. Sie werden über den Arzt-Finder auf dem Patientenportal der Magen-Darm-Ärzte unter www.magen-darm-aerzte.de angezeigt.

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