Magen-Darm-Ärzte tagen in München

Aktiv in Fortbildung und Versorgungsforschung

"Der Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Alltag der Facharztpraxen ist eine unverzichtbare Aufgabe, der die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte unter dem Dach ihres Berufsverbandes unermüdlich nachkommen", erklärt der Verbandsvorsitzende, Dr. Albert Beyer anlässlich der nationalen Fachtagung der Verdauungsmediziner (DGVS) in München, an der viele niedergelassene Ärzte teilgenommen haben.

Die Fachgruppen des Berufsverbandes engagieren sich aktiv in der Versorgungsforschung. Neben Untersuchungen zur Umsetzung von neuen Therapiestrategien in der alltäglichen Praxis organisieren die niedergelassenen Magen-, Darm- und Leberspezialisten Register zur Erfassung der Versorgungssituation in Deutschland sowie zur Abschätzung von künftig zu erwartendem Versorgungbedarf.

Mit ihrem Hepatits C-Register haben die niedergelassenen Leberspezialisten in den letzten Jahren eine Datenbasis zusammengetragen, die internationale Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Die Ergebnisse der Datenanalyse werden regelmäßig auf großen Kongressen weltweit vorgestellt. Sie dokumentieren den Erfolg der neuen medikamentösen Behandlungsformen.

"Wichtig ist uns aber nicht nur der Blick auf bestehende Versorgungsformen", betont der Leber-Experte des Berufsverbandes, Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann. "Gesundheitlich bedenkliche Veränderungen in den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten werden schon in naher Zukunft Langzeitfolgen haben, auf die wir uns rechtzeitig einstellen müssen. So ist zum Beispiel die Fettleber in unserer Bevölkerung auf dem Vormarsch und wird uns vor große Herausforderungen in Bezug auf gravierende Folgeerkrankungen stellen. Wir versuchen deshalb mit unserem neu aufgelegten Fettleber-Register, bereits heute eine Datenbasis zu schaffen, aus der geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Volksgesundheit abgeleitet werden können."

"Der Kongress der Fachgesellschaft bietet Gelegenheit, uns über die Ergebnisse der Versorgungsforschung auszutauschen", sagt Verbandssprecherin Dr. Dagmar Mainz. "Darüber hinaus bringen viele engagierte Kollegen ihre Praxiserfahrungen in die Sitzungen ein. Nicht zuletzt nutzen wir den Anlass, um unsere umfangreichen verbandsinternen Fortbildungsangebote zu organisieren, zu koordinieren und bei unseren Mitgliedern zu bewerben."

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