Darmspiegelung ist sicher

Studie bestätigt hohe Qualitätsstandards

"Die Vorsorge-Darmspiegelung ab 55 ist der beste Schutz vor Darmkrebs", sagt Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Sie ist genauso unbedenklich wie eine Tetanusimpfung. Und auf die würde auch kaum jemand verzichten wollen."

Eine jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums konnte bei mehr als 5000 überprüften Vorsorge-Darmspiegelungen überhaupt nur bei Personen mit fortgeschrittenen Krebsvorstufen oder ausgeprägten Tumoren in seltenen Fällen Komplikationen bei der Untersuchung feststellen. Alle diese Zwischenfälle sind erfolgreich behandelt worden.

"Die Sicherheitsstandards in den Praxen niedergelassener Magen-Darm-Ärzte sind aufgrund der hohen und kontrollierten Qualitätsanforderungen sehr zuverlässig", betont Verbandssprecherin Dr. Mainz. "Wir führen in unseren Praxen bis zu 2000 Darmspiegelungen im Jahr durch. Das ist erheblich mehr als die meisten Krankenhausärzte vorweisen können. Wer auf einen erfahrenen Untersucher für seine Vorsorge-Darmspiegelung setzen möchte, der kann dem niedergelassenen Facharzt folglich aus gutem Grund vertrauen.

Die gefundenen Komplikationen, meist Blutungen, sind im Übrigen nicht bei der Inspektion der Darmwand aufgetreten, sondern bei der Entfernung von potenziell oder tatsächlich bösartigem Gewebe. Studienleiter Prof. Dr. Hermann Brenner hat in seiner Bewertung der aktuellen Studienergebnisse explizit darauf hingewiesen, das nur Patienten betroffen waren, die am meisten von der Vorsorge profitiert haben. Genau diesen Menschen habe die Entscheidung für eine Darmspiegelung möglicherweise das Leben gerettet.

Zurück