Darmkrebs - wen trifft es?

Kann ich mein eigenes Risiko einschätzen?

"Darmkrebs gilt als Wohlstandserkrankung", sagt Dr. Ulrich Tappe, der Ernährungsexperte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ein nicht zu unterschätzender Anteil der Darmkrebspatienten hat ebenfalls betroffene Angehörige."

Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass mehr als zwei Drittel aller Darmkrebsfälle in Deutschland durch ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Ertüchtigung vermieden werden könnten. Insbesondere rotes und konserviertes Fleisch, Bauchspeck, Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum bei Männern stehen im Verdacht, Darmkrebs Vorschub zu leisten.

"Appelle für eine gesunde Lebensführung laufen jedoch in unserer Lebenswirklichkeit oft ins Leere", fasst Dr. Tappe seine Erfahrung zusammen. "Dennoch niemand sollte die Augen vor den möglichen Konsequenzen seiner Lebensweise verschließen. Jeder sollte zumindest in Anerkennung der eigenen Schwächen die angebotenen Vorsorge-Maßnahmen für sich nutzen. Eine Darmspiegelung kann Darmkrebs verhindern oder bei rechtzeitiger Diagnose gute Heilungschancen eröffnen."

"Die beste Maßnahme zur Vermeidung einer Darmkrebserkrankung ist Sensibilität gegenüber den eigenen Risikofaktoren. Wer bei der Ernährung gerne sündigt und Bewegung eher aus dem Weg geht, sollte die Darmkrebsvorsorge genauso ernst nehmen wie Personen, bei denen nahe Angehörige an Darmkrebs erkrankt sind", so Dr. Tappe. Eine Hilfestellung bei der persönlichen Risikoeinschätzung gibt auch der online-Risiko-Check auf der Patientenseite der Magen-Darm-Ärzte im Internet unter www.magen-darm-aerzte.de.

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