CED-Versorgungsassistenz anerkannt

Bessere Betreuung für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Die neue Zusatzqualifikation der CED-Versorgungsassistenz für medizinisches Fachpersonal wird jetzt von vielen Krankenkassen anerkannt. Sie ist in speziellen Verträgen als Kriterium der Strukturqualität in CED-Zentren für die Betreuung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) aufgenommen worden.

"Die Möglichkeiten zur Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa werden schrittweise besser. Neue Medikamente mit nachhaltiger Wirkung verändern das Therapiespektrum. Das medizinische Fachpersonal des Magen-Darm-Arztes muss sich im Umgang mit den Patienten darauf einstellen können und bedarf einer entsprechenden Qualifikation", erklärt Privatdozent Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Die im vergangenen Jahr von der Bundesärztekammer anerkannte Qualifikation zur CED-Versorgungsassistenz geht auf eine gemeinsame Initiative des Kompetenznetzes Darmerkrankungen und der Fachgesellschaft für Assistenzpersonal bei CED (FA-CED) sowie der Ärztekammer Westfalen-Lippe zurück. Sie ist jetzt in Verträge aufgenommen worden, die der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) direkt mit bestimmten Krankenkassen abgeschlossen hat. Inzwischen haben über 100 Fachkräfte die Fortbildung erfolgreich absolviert. In diesem Jahr kommen rund 20 weitere hinzu.

Für chronisch Erkrankte ist es nicht immer leicht, eine qualifizierte Versorgung zu finden. Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte stellt der in manchen Bereichen zu findenden Unterversorgung der CED-Patienten ein transparentes ambulantes Angebot entgegen. Die Auszeichnung und die öffentliche Präsentation einer zertifizierten "CED-Schwerpunktpraxis im bng" erleichtert es Patienten, wohnortnah einen Magen-Darm-Arzt zu finden, der sie in kritischen Phasen der Krankheit kompetent betreut.

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